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13. Februar 2009

Ulrich Beck (geb. 1944)

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Die Welt ist eine Weltrisikogesellschaft geworden. Beck prägte zahlreiche Begriffe wie z. B. Risikogesellschaft, Fahrstuhleffekt und soziologischer Kosmopolitismus, Individualisierung, Deinstutionalisierung, Enttraditionalisierung, Pluralisierung, Zweite Moderne, Globalismus, Globalität, Brasilianisierung sowie Transnationalstaat. Er tritt für ein Grundeinkommen aufgrund einheitlicher wirtschaftlicher und sozialer Standards auf europäischer Ebene ein.

 

Anthony Giddens (geb. 1938)

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In seiner Strukturationstheorie versucht er einen Mittelweg zwischen Positionen, die den Fokus auf soziale Systeme oder auf das Individuum richten, zu beschreiten. Nach Giddens stehen individuelle Handlungen und soziale Strukturen in einer engen Beziehung zueinander. Aus individuellen Verhaltensweisen können Rückschlüsse auf soziale Systeme gezogen werden. Mit seinem sogenannten „dritten Weg“ will Giddens die positiven Aspekte von liberalem Kapitalismus und Sozialismus vereinen.

Amitai Etzioni (geb. 1929)

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Etzioni tritt für die gesellschaftliche Selbstregulierung von unten her (societal guidance) durch die Aktiven und ihr engagiertes selbstbestimmtes Handeln in der Gesellschaft ein. Sein Ziel ist eine gesteigerte Responsivität der Gesellschaft gegenüber ihren Mitgliedern und deren Bedürfnissen. Als größte Gefahr sieht er Entfremdung und Inauthentizität durch Industrialisierung, Bürokratisierung, Rationalität und Manipulation.

Pierre Bourdieu (1930-2002)

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Bourdieu entwickelt seine Theoriebegriffe unter Einbeziehung der Erfahrungen von Individuen. Die Leitbegriffe wie Habitus, sozialer Raum, soziales Feld, Kapital und Klasse entwickelt er weiter zu einer empirischen soziologischen Theorie, welche als „Theorie der Praxis“ bezeichnet wird. In „Die feinen Unterschiede“ prägt er den Begriff Distinktionsgewinn für die Durchsetzung eines neuen vorherrschenden Geschmacks und Lebensstils als Mittel im Kampf um gesellschaftliche Positionen.

Erving Goffman (1922-1982)

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Interaktion ist nach Goffman eine „wechselseitige Handlungsbeeinflussung, die Individuen aufeinander ausüben, wenn sie füreinander anwesend sind“. In Interaktionen versucht man, ein gewisses Bild von sich zu vermitteln – im Wissen, dass man beobachtet wird. Goffman schließt daraus, dass alle Menschen prinzipiell immer Theater spielen und sich eine Fassade schaffen.

Robert King Merton (1910-2003)

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Nach Merton fehlt der Soziologie für die Entwicklung von Großtheorien (grand theories) die empirische Grundlage. Deshalb soll man sich auf Theorien mittlerer Reichweite konzentrieren. Von ihm stammen die Begriffe selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy), Focus Group, Rollenmodell, Matthäuseffekt. Bekannt ist Merton v.a. durch seine 1938 formulierte Anomietheorie.

Talcott Parsons (1902-1979)

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In den 50er Jahren entwickelt er das AGIL-Schema (Adaption, Goal Attainment, Integration, Latent Pattern Maintenance), welches systematisch die Grundfunktionen, die ein jedes System zur Selbsterhaltung erfüllen muss, beschreibt. Später überträgt Parsons das AGIL-Schema auch auf soziale Systeme. Zur Wahrnehmung der vier Funktionen bildet ein System spezifische Subsysteme aus, die die jeweilige Aufgabe erfüllen.

Theodor Wiesengrund Adorno (1903-1969)

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Er kritisiert die zunehmende Naturalisierung gesellschaftlicher Verhältnisse in der Moderne. Die Menschen verlieren das Bewusstsein von der eigenen Urheberschaft ihrer Geschichte; sie begreifen die Gesellschaft nicht mehr als Produkt ihrer eigenen Praxis. Er tritt für eine emanzipatorische Soziologie ein – orientiert an einer vernünftigeren Gestaltung der Gesellschaft – und welche ihren eigenen gesellschaftlichen Standpunkt und ihre gesellschaftliche Bedingtheit reflektiert.

Paul Felix Lazarsfeld (1901-1976)

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Er gilt als der Begründer der modernen empirischen Sozialforschung. In der gemeinsam mit Marie Jahoda und Hans Zeisel durchgeführten Studie über „Die Arbeitslosen von Marienthal“ wurden erstmals unterschiedliche Erhebungsmethoden kombiniert. In seiner Studie „The People‘s Choice stellte er den Einfluss interpersonaler Kommunikation auf das spätere Wahlverhalten dar.

Piritim Sorokin (1889-1968)

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In seinem Hauptwerk „Social and Cultural Dynamics“ versucht er die Prinzipien des sozialen Wandels – mittels vergleichender Analysen sozialer Ordnungen – zu rekonstruieren. Er stellt einen kontinuierlichen Zyklus der Grundsysteme im Prozess des gesamtgesellschaftlichen Wandels fest. Jede Kultur erreicht irgendwann ihren Höhepunkt und geht in ein neues System über.

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